Pressemitteilung Sitzstreik 26.9.19

Pressemitteilung

Sitzstreik in Niederschönhausen am 26.9.19

Bürgerinitiative gegen Verkehrs- und Gewerbelärm im Wohngebiet fordert Umsetzung der Bezirksbeschlüsse 

Berlin, den 26.9.19 -Mit dem heutigen Aufruf zur Sitzblockade auf der Kreuzung Wackenbergstraße Ecke Grumbkowstraße in Niederschönhausen fordert die Bürgerinitiative die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf, endlich die eigenen Beschlüsse zur Lärmentlastung der Anwohner durch Gewerbeverkehr umzusetzen. 

„Wir benötigen schnellstmöglich eine Lösung, die die gesundheitsgefährdenden Auswirkungen des Wirtschaftsverkehrs und der weiteren Gewerbelärmemissionen reduziert. Wir fordern die sofortige Umsetzung von Tempolimits, Tonnagebegrenzungen, Durchfahrtsverbote für LKW und eine Änderung der Verkehrsführung in den genutzten Wohnstraßen. Die BVV muss ihre eigenen Beschlüsse endlich umsetzen“, sagt Klaus Fiessinger, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative.

Renate Faltin, ebenfalls Mitbegründerin der Bürgerinitiative sagt: „Der Bezirk hat das alte Gewerbegebiet Niederschönhausen vollkommen planlos immer weiter wachsen lassen, obwohl es mitten im Wohngebiet liegt und über keine geeigneten Zufahrtsstraßen verfügt. Hier rattern Tag und Nach 12-Tonner und Containerdienste mit ungefederten Stahlanhängern durch Wohnstraßen, Autowracks werden einfach auf der Straße abgestellt und Schweiß- und Lackierarbeiten erzeugen Lärm und Gestank – auch an Wochenenden. Dass der Bezirk diese Ansiedlung genehmigt hat und nicht kontrolliert, können wir absolut nicht nachvollziehen.“

Im Zuge der Aufstellung eines – ebenfalls fehlenden – Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Niederschönhausen traf die BVV Pankow den Beschluss, zeitgleich ein Verkehrskonzept zu entwickeln. Da ein solches Konzept gemeinsam mit der Verkehrslenkung des Berliner Senats entstehen muss, wird die Umsetzung Jahre dauern. Auf Drängen der Bürgerinitiative wurde ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen für sogenannte „kurzfristige Maßnahmen“ in die BVV eingebracht und im November 2018 angenommen. Seitdem warten Anwohner vergeblich auf die Umsetzung und Definition solcher Maßnahmen sowie auf die Entwicklung des Verkehrskonzepts. 

Pressekontakt:

Gründungskomitee: Renate Faltin, Klaus Fiessinger, Andreas Deuse

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