Berliner Woche v. 28.12.2018

Die Gleisanschlüsse gleich mit bedenken

Der Senat hat sich von seinem Vorhaben getrennt, das Gewerbegebiet Buchholz Nord „in einem Stück“ an ein Großunternehmen zu vermarkten.

Stattdessen sollen die etwa 200 Hektar kleinteilig besiedelt werden. Das heißt: Hier sollen sich kleine und mittelständische Betriebe ansiedeln können. Dafür soll demnächst die Entwicklung eines Konzepts ausgeschrieben werden. Im Vorfeld stellt die Linksfraktion in der BVV zwei Anträge. Das Gewerbegebiet liegt am Rand des Bezirks. Es ist davon auszugehen, dass es künftig reichlich Güterverkehr geben wird. Damit dieser überwiegend über die Gleise abgewickelt werden kann, müssen Anschlüsse gleich mitgedacht werden, so die Verordneten.

Deshalb sollte die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) den Auftrag erhalten, ihren Gleisanschluss bis zur Teilfläche östlich der Schönerlinder Straße zu verlängern. Die Deutsche Bahn sollte einen Gleisanschluss an ihren Berliner Außenring herstellen.

In einem weiteren Antrag schlägt die Linksfraktion vor, Unternehmen der Abfallwirtschaft anzusiedeln, vor allem aus den Gewerbegebieten an der Buchholzer Straße und in Heinersdorf. Dort rückt die Wohnbebauung immer näher heran. Bewohner fühlen sich zunehmend durch Gewerbelärm belästigt. Deshalb solle das Bezirksamt mit den Unternehmen über eine Umsiedlung nach Buchholz Nord verhandeln. Auch mit Reinickendorfer Unternehmen, die ihren Logistikverkehr über Pankow abwickeln, sollten Gespräche geführt werden. Zu prüfen sei, ob Bundes- oder EU-Mittel eingeworben werden können. Sie könnten für die Unternehmen ein Anreiz zur Verlagerung ihres Firmensitzes sein.

Mit beiden Themen werden sich die Verordneten zunächst in Ausschüssen befassen, ehe die BVV darüber entscheidet.

Der Artikel wurde am 28.12.2018 in der Berliner Woche veröffentlich und durch Bernd Wähner verfasst. Link: https://www.berliner-woche.de/franzoesisch-buchholz/c-wirtschaft/die-gleisanschluesse-gleich-mit-bedenken_a194953

Bernd Wähner

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